Galerie U5

aus sub-bavaria, dem Internet-Lexikon der bayerischen Subkulturen
Wechseln zu:Navigation, Suche

Produzentengalerie in der Anglerstr.12 im Münchner Westend von 1979-1989, ursprünglich aus einer WG in der Bergmannstr. 58 hervorgegangen, in der anfangs u.a. auch der erste Kinderladen des Westends "Rumpelpilz e.V." stattfand. 1981 eröffneten dann die Maler Wolfgang L. Diller, Bernhard Springer, gleichzeitig Gründungsmitglieder der Künstlergruppe frisch gestrichen, den Galeriebetrieb mit der Ausstellung "Ich habe Nichts zu sagen - Dreiminutenbilder" unter den Pseudonymen Vincent van Murrh, Rainer Zuphall und Rat Krespel. Organ der Galerie war das Fanzine Plastic-Indianer. Bei den jetzt folgenden monatlichen Ausstellungen wurde nicht nur alle denkbaren Formen eines zeitgemäßen Realismus gefrönt, sondern auch schnell neue Künstler zur Mitarbeit gewonnen. Zu den Ersten, die den Stamm erweiterten, zählten der Münchner Künstler Peter Becker mit seinen damaligen Airbrush-Arbeiten oder der Rosenheimer Fotorealist Gerhard Prokop, die beide heute noch an den aktuellen Gruppenprojekten beteiligt sind. Sofort mit den ersten Ausstellungen umspann das Programm sehr schnell alle Ausdrucksformen der Neuen Medien von Comic, Polaroid, Copy-Art bis Videokunst. Die Galerie U5 wurde so zum Hauptquartier, von dem die unter ständig wechselndem Namen stattfinden Projekte wie "Neue Heimat" oder "tendenz & klima" organisiert und ins befreundete Ausland bis nach N.Y. getragen wurden. Die Presse identifizierte die Titel der Ausstellungen gerne als Bezeichnung der Gruppe, so dass bis heute der Name EX-Neue Heimat verblieben ist. 1989 wurden Programm und Betrieb der Galerie von Regina Hamel übernommen und in der Hansastr. 31 bis 1991 fortgeführt.


Links:

(Ausstellungsauswahl der "Galerie U5" 1979-1989 mit Fotos auf:)

(außerdem Künstler der "Galerie U5":)