Sub Bavaria:Protest in München

aus sub-bavaria, dem Internet-Lexikon der bayerischen Subkulturen
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Für das Projekt Protest in München seit 1945 stellt sub-bavaria die Technik zur Verfügung um gesammeltes historisches Material online zugänglich zu machen. Dies hat Günther Gerstenberg im Auftrag des Kulturreferats der Stadt München erstellt und zusammengetragen. Ab 7.4.2011 wird die Seite freigeschaltet.


Einleitungstext der Webseite

Da kommt einiges auf uns zu. Das kann ganz schön unbequem werden. Vom April bis Juli 2011 veranstalten Andrea Naica-Loebell und Ruth Oppl in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München, unterstützt vom Stadtarchiv München, von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), der Stadtbibliothek München, der Münchner Volkshochschule (MVHS), der Gleichstellungsstelle für Frauen der Landeshauptstadt München, der Petra-Kelly-Stiftung und der Rosa-Luxemburg-Stiftung/dem Kurt Eisner Verein die Reihe „ Protest in München seit 1945 “. Zu dieser Veranstaltungsreihe erscheint ein Buch mit dem Titel „Auf den Barrikaden: Proteste in München seit 1945“, das Zara Pfeiffer herausgibt.

So ganz ohne Stress wird das nicht über die Bühne gehen. Die einen sind sauer, weil sie nicht erwähnt werden, die anderen sind sauer, weil sie erwähnt werden. Und die, gegen die protestiert wurde, sind stinksauer, weil sie schon damals sauer waren und sich jetzt wieder daran erinnern.

Im Auftrag des Kulturreferats der Landeshauptstadt München hat Günther Gerstenberg das Projekt vorbereitet, Chronologien rekonstruiert, Hinweise und Quellen gesammelt und versucht, über die Geschichte des Protestes in München Überblicke zu finden und diese zu strukturieren. protest-muenchen.sub-bavaria, als dessen Architekt Patrick Gruban wirkt, editiert diesen ersten Ansatz einer Annäherung an die Geschichte der sozialen Bewegungen und des Widerstands in der bayrischen Landeshauptstadt.

www.protest-muenchen.sub-bavaria.de ist nicht abgeschlossen und wird dies auch nie sein, denn: Manche Ereignisse haben angeblich nie stattgefunden, weil sie in den Medien oder in den Archiven nicht aufscheinen. Dann sind die Beschreibungen vieler Ereignisse interessegeleitet und daher fragwürdig. Nicht zuletzt entwickeln sich die richtigen Fragestellungen erst, wenn genügend Material vorhanden ist.

Die Web-Seite ist im Aufbau. Es finden sich noch viele Fehler. Bitte habt Verständnis dafür, dass auf einer Baustelle Material herumliegt, vieles noch nicht begehbar ist, manche wege nicht genügend abgesichert sind.

Ihr seht auf dieser Webseite zwei Komplexe, einmal die jährlichen „Flusslandschaften“, die den Grundstock einer Chronologie bilden, und dann die jährlichen „Materialien“, die die Ereignisse näher zu erläutern versuchen. In den „Flusslandschaften“ wird in den Fußnoten auf die „Materialien“ hingewiesen.

Die „Flusslandschaften“ wurden aus Erinnerungen beschrieben oder aus Notizzetteln kompiliert. In sie eingestreut finden sich kurz gefasste Zitate. Es empfiehlt sich sehr, diese Texte als zum Teil noch korrekturbedürftige Sachinformation mit ansatzweise interpretierenden Gedanken zu verstehen, die, wenn sie als Zitat dienen, unbedingt noch einmal gegengecheckt werden sollten. Bitte habt auch nachsichtiges Verständnis dafür, dass die von einem generischen Maskulinum beherrschten Substantive nicht immer gegendert wurden.

Im übrigen sind auch die Kategorien Notbehelfe und zum Teil korrekturbedürftig. Nicht immer findet Ihr, was Ihr sucht. Ein Beispiel: Türkinnen, die in Haidhausen in einer kleinen Näherei um höhere Löhne streiten, befinden sich entweder unter der Rubrik „Gewerkschaften/Arbeitswelt“, „Frauen“, „AusländerInnen“, „Stadtviertel“ oder …

Die Materialien dokumentieren nicht nur Äußerungen einer kritischen Szene, sondern stellen, um diese Äußerungen noch besser erklären zu können, manchmal auch Meinungen derer vor, gegen die die Proteste laut wurden. Da letztere im Kontext des Projekts zu lesen sind, ist ihre Veröffentlichung nicht nur legitim, sondern auch notwendig.

Die Dokumente in den Materialien unterliegen dem Schutz des geistigen Eigentums. Um sie hier zu veröffentlichen, wurden ihre Urheberinnen und Urheber um Genehmigung gebeten, soweit sie erreichbar waren. Manche Materialien sind noch gesperrt, da die Genehmigung bis jetzt nicht erteilt wurde. Solltet Ihr Texte finden, die unzulässigerweise geöffnet sind, teilt uns dies mit. Wir werden sie unverzüglich löschen. Das copyright auf die Dokumente ist naturgemäß zu beachten. Wenn Ihr zitiert, gebt die Quelle an!

Dem „ Archiv der Münchner Arbeiterbewegung “ werden beständig neue Unterlagen übergeben. Dadurch entstehen neue Zusammenhänge; „Flusslandschaften“ und „Materialien“ werden laufend ergänzt, zurechtgerückt und korrigiert. Solltet Ihr fragwürdige Passagen, Fehler oder Lücken entdecken, sind wir für einen Hinweis an die Adresse ger.1@t-online.de dankbar

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