Diskussion:Zündfunk retten

aus sub-bavaria, dem Internet-Lexikon der bayerischen Subkulturen
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Super Aktion! Der Zündfunk darf nicht sterben. Das wäre ein verherrendes Zeichen in diesen Zeiten des Dudelfunks und medienpolitischen Kahlschlages. Weiter so!

Entwurf Schreiben "Zukunft Zündfunk"

Sehr geehrte Damen und Herren,


Vermutlich wunden sie sich, dass ein Tonträgerhersteller aus Köln an sie mit der bitte heran tritt, sich für die Zukunft des Zündfunk und seiner Redaktion einzusetzen.

Zum einen sind viele redaktionelle Inhalte des Zündfunk über das Internet global abrufbar. So können wir uns beständig über aktuelles und interessantes auf der Internetpräsenz erkundigen. Zum anderen stehen wir mit der Redaktion des Zündfunk seit längerer Zeit im Kontakt, weil der Zündfunk eine ganz besonderes Dasein in der hiesigen Radiolandschaft verfügt, welches wir sehr schätzen. Der Zündfunk hat aus Überzeugung vieler Experten und Zuspruch aus dem Hörerinnen- und Hörerkreis wegen des interessanten Konzeptes aus redaktionellen Inhalten und fundierten, journalistischen Musiksendungen viele Auszeichnungen erhalten.

Hier kommen Meinungen zum Tragen, welche in der hiesigen – auch sonstigen öffentlich-rechtlichen – Medienlandschaft kaum mehr Platz finden. Darüber hinaus werden verschiedene Sichtweisen auf Debatten aufgezeigt, wodurch die Meinungsbildung bei vielen Jugendlichen positive angeregt wird. Der Zündfunk zeigt, dass Information nicht langweilig sein muss und beweist, wie man Informationen interessant aufbereiten kann ohne dass dabei die Inhalte verloren gehen oder benachteiligt werden. Damit wird der Zündfunk einer Rolle gerecht, die ansonsten in unserer Wahrnehmung oftmals nur noch unbedeutende und journalistisch schlechter besetzte lokale- und regionale Radiosendungen und Sender erfüllen. Im Sinne des öffentlich rechtlichen Auftrages sollen Programme den Zuschauern umfassend und ausgewogen Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung anbieten. Dabei sind auch bestimmte journalistische und ethische Prinzipien einzuhalten. Warum sollte nach 30 Jahren eine Redaktion aufgelöst werden, die in beständiger Kontinuität das Verhältnis zwischen Information und Unterhaltung derart blendend erfüllt? Warum sollte ein eingespieltes Team zerschlagen werden und damit das ganze Know-How?

Würden sie das mit einem Unternehmen machen und damit ein eingespieltes Team zerschlagen, ihre Stammkunden verjagen? In der Wirtschaft werden technische Erneuerungen in den Unternehmen eingeführt, nicht umgekehrt. Was soll das für einen Sinn ergeben, die Unternehmen aufzulösen weil es eine technische Erneuerung gibt? Selbst wenn sie anderer Meinung sind, stehen dem noch viele weitere Argumente entgegen: • Aufgrund der wenigen verkauften DAB-Empfaenger würden kaum Jugendliche in Bayern das Programm hören können. Gerade Jugendliche haben meist nicht das Geld sich die noch teueren DAB-Empfänger zu leisten. Vor der Umstellung des gesamten analogen Hörfunkprogramms würde also damit ein Grossteil der Hörer ausgeschlossen werden. • Durch die Zerschlagung der Redaktion würde das viel gelobte Konzept des Zündfunks mit seiner Mischung aus preisgekrönten redaktionellen Inhalten und fundierten, journalistischen Musiksendungen sterben. • Eine eigene Jugendwelle zu machen, heißt von morgens bis nachts Programm für mindestens 120 Stunden zu produzieren. Der Zündfunk produziert bisher 17,5 Stunden. Daher muss es zwangsläufig eine Verflachung der Inhalte bedeuten, wenn mit dem gleichen Budget des Zündfunks ein neues Vollprogramm geschaffen werden soll.

Wir bitten sie hiermit in aller Höflichkeit, sich für den Erhalt des Zündfunks mit Herz und Seele einzusetzen und verbleiben


Mit freundlichen Grüssen,

unterm durchschnitt www.unterm-durchschnitt.de