Wolfgang Büld

aus sub-bavaria, dem Internet-Lexikon der bayerischen Subkulturen
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Regisseur, der von 1974-77 an der HFF in München studierte und Musikdokumentationen wie "Punk in London" (1977), "Reggae in Babylon" (1978) und "British Rock" (1979) drehte. 1979 machte er den Punk-Fernsehfilm "Brennende Langeweile" (mit Ian Moorse). Mit "Der Formel Eins Film" und "Manta Manta" zerstörte er für viele Zuschauer seinen Ruf. Den er aber im nicht-kommerziellen Sektor wieder zurückeroberte - indem er in England anfing, Trash-Psychothriller zu drehen, etwa "Penetration Angst" (2003), "Lovesick Sick Love" (2004) und zuletzt "Twisted Sisters" (2006).

Brennende Langweile

Fernsehfilm (ZDF, 1979) von Wolfgang Büld mit Gaye Advert, Roadent Conolly Stephen, Lorry Driver, Ian Moorse u.a.

Zwei Fans fahren ihren Idolen, der Punk-Bands "The Adverts" nach.

Beschreibung

"Brennende Langeweile" war der Versuch von Wolfgang Büld (Buch, Regie) endlich an ein scharfes Punk-Mädel ranzukommen. In diesem Fall Gaye Advert, Sängerin und Bassistin der Adverts. Dummerweise war sie mit dem Bandchef TV Smith verheiratet und derartig schüchtern, dass sie noch nicht einmal zu einer Kussszene mit "Darsteller" Ian Moorse zu überreden war. Also musste der love-interest des Films auf die Szenen zwischen dem legendären Roadie "Rodent" (vorher bei The Clash und immer mit der Aufschrift "I Hate Humans" auf seinem Plastikschalenkoffer unterwegs) und Ians Film-Feundin Moni Gräser verlegt werden (die beiden führen auch vor, wie weit eine Zunge in eine Lunge reingesteckt werden kann....). Sie zeigt dann auch ihren unglaublichen Busen, während Moorse einen mordspeinlichen Auftritt mit Gaye in der Wuppertaler Schwebebahn absolviert. Gedreht wurde 1979 während der Nachwehen der RAF-Panik (ein von Maschinenpistolen zersiebter "Verdächtiger" im China-Restaurant. etc.) im Raum Köln und in Bülds Heimatstadt Lüdenscheid "Lüdenskeid"). Das Team wurde bei jeder Fahrt über die Autobahn x-mal mit vorgehaltener H&K Mpi 5 kontrolliert, was bei den Engländern der Eindruck verfestigte, dass sich in Deutschland seit 1933 nicht so viel verändert hat. Für Punk-Archäologen bietet der Film ein Paar schöne Konzertmitschnitte ("Gary Gilmore's Eyes" etc.) und ist auch sonst ein interessantes, wenn auch etwas skurriles Zeitdokument. In einer Szene ist Peter Hein von den Fehlfarben kurz als Asi-Dealer zu sehen.

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