Rüdiger Belter

aus sub-bavaria, dem Internet-Lexikon der bayerischen Subkulturen
Version vom 11. September 2005, 20:32 Uhr von 85.72.100.133 (Diskussion) (Kurator und freier Kunstvermittler)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu:Navigation, Suche

Rüdiger Belter arbeitet seit 1998 als Kurator und Vorstand für den kunstraum muenchen. In einem Team von sechs aktiven Kollegen realisierte er dort unter anderem folgende Ausstellungen: Tomas Schmitt (1998), Jochen Klein (1998), "restate" (2001, mit Renaud Bézy, Albert Weis und Doris Maximilane Würgert) und zuletzt "public blend" (2004), ein zweiteiliges Projekt der LH München zur Kunst im öffentlichen Raum mit Mischa Kuball.

Seit Mai 2003 betreibt er zudem die Wohnungsgalerie "mini salon". Verglichen mit Ausstellungen im institutionellen Rahmen und im öffentlichen Raum handelt es sich hier um eine eigenständige Vermittlungsform. Neben der atmosphärischen Unmittelbarkeit der Rezeptionsbedingung tritt die Überschaubarkeit - nach Auffassung Belters ein Positivum in einem nach Größe und Spektakel tendierenden Kunstbetrieb.

Bis Sommer 2005 wurden in der Landsberger Straße im Münchner Westend fünfzehn i.d.R. ortsspezifische Projekte realisiert, u.a. mit Tilo Schulz, Stefan Wischnewski, Kalaman und Eva Weinmayr. Als die spektakulärsten hierunter müssen wohl die Totalinstallation Stephanie Senges "Hurra, wir ziehen zusammen" (2003) und "(Einbau einer) Lärmschutzwand" (2005) des Stuttgarters Martin Schmid gelten. In dem Grad der offensiven Involviertheit des Kurators als Bewohner dieser Ausstellungen widersprechen sie am radikalsten dem Autonomiegedanken der modernen Kunst und seinem Vermittlungsmodell innerhalb eines White Cube.

Berufliche Entwicklung: 1992 folgte der gelernter Bankkaufmann seinem langjährigen Kunstinteresse auch beruflich mit dem Beginn seiner Tätigkeit für eine Münchner Galerie für zeitgenössische Kunst. 1997 machte er sich nach Leitung des Finanzbereichs eines mittelständigen Bauträgers in Leipzig als Kurator und Art Consultant selbständig. 1998 kam das Engagement für den kunstraum muenchen hinzu. Im Jahr 2000 übersiedelte der gebürtige Duisburger mit seinem Büro wieder zurück nach München. Neben der klassischen kunstvermittelnden Tätigkeit berät er Institutionen, Galerien und Kuratoren auch in kaufmännischen und administrativen Belangen.