Kafe Marat

aus sub-bavaria, dem Internet-Lexikon der bayerischen Subkulturen
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Selbstverwaltetes Cafe im Münchner Tröpferlbad.

Selbstdarstellung

Im engeren Sinne existiert das "Kafe Marat" eigentlich nicht mehr. Es gab vor Jahren eine Gruppe von Leuten, die ein selbstverwaltetes Kafe in den Räumen des ehemaligen Tröpferlbads veranstaltet haben, das hieß Kafe Marat. Seitdem hat sich viel verändert, Gruppen und Leute sind gekommen und gegangen, nur der Name hat sich einfach so festgesetzt bei allen.. Was die meisten also heute als "Marat" kennen ist das ehemalige Tröpferlbad in der Thalkirchnerstraße, ein Brausen- und Wannenbad, das irgendwann zugemacht wurde weil genügend Leute eigene Bäder und Duschen in den Wohnungen hatten.

Die erste Etage wird genutzt vom Verein Zeit, Schlacht und Raum e.V., in dem die Nutzergruppen des ex-Tröpferlbads organisiert sind- auf gleichberechtigter Basis entscheiden die Gruppen in der Vollversammlung alle wichtigen Belange im Haus. Mitglied werden können nur Gruppen, die die Räume mit einer unkommerziellen Zielrichtung nutzen wollen, ob jetzt zu Diskussionen, Kafes, Konzerten oder anderen Veranstaltungen.

Die zwei bekanntesten regelmässigen Veranstaltungen im Marat sind das Mittwochs- und das Freitagskafe. Von zwei offenen Kollektiven organisiert, gibt es immer wieder Konzerte, Vorträge, Veranstaltungen und Parties. Aber auch die Donnerstage werden mittlerweile genutzt: Antifa Café als Anlaufpunkt für Antifaschist_innen, Roots-Bar von und für linke Skins und Queerkafe sind jeweils einmal im Monat, in dieser Reihenfolge (also Antifa Cafe immer am ersten Do. im Monat, usw.). Dabei geht es nicht darum, einfach nur billige Saufabende bis zur Selbstzerstörung zu veranstalten, sondern dem Münchner Kneipen- und Club-Kommerz etwas entgegen zu setzen, auf kultureller und politischer Ebene. Vom Druck der Gewinnerzielung befreit, soll hier ein Freiraum entstehen, an dem sich jeder und jede beteiligen kann- beide Gruppen sind per Email erreichbar, wenn ihr Interesse habt, könnt ihr euch melden.

Kontroverse

Aufgrund politischer Aktivitäten wurde das Kafe Marat bereits einige Male von der Polizei durchsucht, oft mit fadenscheiniger Begründung.Wieder Hausdurchsuchung im „Kafe Marat“ Der Stadtrat der rechtsradikalen "Bürgerinitiative Ausländerstopp" interessierte sich stark dafür und warb für eine Schließung des Kulturzentrums.Schriftliche Anfrage von Karl Richter'

Ebenso sieht der CSU-Politiker Joachim Herrmann sieht in dem Kulturzentrum Linksextreme am Werke und fordert das Ende der finanziellen Förderung. Auf Nachfrage meldet das städtische Sozialreferat jetzt, dass das Thema voraussichtlich am 20. September im Stadtrat behandelt werde. Am 20. September 2011 soll über einen CSU-Antrag aus dem März entschieden werden. Die Stadtrats-CSU beruft sich darin auf den Verfassungsschutz und fordert, „im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten“ gegen den „linksextremen Szenetreff“ vorzugehen.Streit um „Kafe Marat“: Innenminister greift die Stadt an

Adresse

Thalkirchner Str. 104, 2. Aufgang, München

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