Z-Bau

aus sub-bavaria, dem Internet-Lexikon der bayerischen Subkulturen
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Kulturzentrum in ehemaliger Kaserne in Nürnberg.

Adresse:

Frankenstr. 200, Nürnberg

Selbstdarstellung

Die älteren Nürnbergerinnen und Nürnberger sagen nach wie vor SS-Kaserne zu dem Gebäudekomplex, obwohl über 40 Jahre die US-Amerikanischen Truppen die Nutzer waren. Nach dem Auszug der Soldaten stand die Bundesrepublik Deutschland als Eigentümer vor der Frage, was mit den Flächen geschehen soll. Ein Teil wurde umfangreich renoviert, um für das Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge (BaFl), das jetzige Migrationsamt, Büroflächen zu schaffen. Daneben wurde das Zollamt untergebracht.

Andere Gebäudetrakte, wie der sogenannte H-Bau, sind mittlerweile nicht mehr vorhanden. Der Z-Bau war bis Ende 1999 ebenfalls zum Abriss bestimmt. Zu dieser Zeit mussten sowohl der Kunstverein, als auch der Kultur- und Kommunikationsverein AG Zwischennutz e.V. ihre Orte wegen massiver Baumaßnahmen räumen. Als Alternative stand nun das ehemalige Kasernenareal zur Verfügung, und der Kunstverein e.V. hat als Nutzer der ersten Stunde unter größten Schwierigkeiten mit dem Kulturbetrieb begonnen.

Anfängliche Euphorie wich sehr schnell dem Befund, dass die meisten Räume mit einer Vielzahl von giftigen Substanzen kontaminiert waren. Darüber hinaus war die komplette Infrastruktur gekappt worden. Es gab weder Heizung, noch Strom oder Wasser. Eine Kernsanierung wurde durchgeführt, die bis dato noch vorhandenen Kabel, Rohre und Leitungen dadurch völlig entfernt.

Nach jahrelangen Verhandlungen, vielen Fortschritten und manchen Rückschlägen zog sich im Frühsommer 2000 die AG Zwischennutz aus dem Projekt zurück. Die neu gegründete AG Z-Bau GmbH übernahm zum 1.8.2000 die Leitung des Betriebes. Durch die Kernsanierung wurde ein neuer Bauantrag notwendig, mit allen Konsequenzen und Auflagen. Die hohen Kosten für die Inbetriebnahme überstiegen bei weitem die vorhandenen Mittel. Auch aus dem laufenden Betrieb konnten die notwendigen Gelder nicht aufgebracht werden. Darüber hinaus musste der glücklose Geschäftsführer zur Jahresmitte 2001 ausgetauscht werden. Der neue Geschäftsführer Willi Reichel realisierte mit Gesellschafter Stephan Grosse-Grollmann eine schmerzhafte Kostenreduktion. Trotzdem konnten ein täglicher Betrieb und ein immer attraktiveres Veranstaltungsprogramm aufgebaut werden.

Auch die neuen Mieter der Atelierräume haben sich zum größten Teil einem Aufbau des Kulturzentrums nicht verweigert. In Eigenregie wurden die Räume renoviert. Mittlerweile sind eine Reihe von Ateliers vermietet und Kunst entsteht.

Der Rote Salon hat seit Anfang des Jahres 2002 täglich geöffnet und bietet die Möglichkeit für kleinere Veranstaltungen oder lädt ein zum entspannten Verweilen bei angenehmem Ambiente. Hier werden Kontakte zu den im Haus ansässigen Künstlern ermöglicht.

Zur Gestaltung des weitläufigen Außengeländes mit Biergarten konnte Künstler und Landschaftskompositeur Oliver Ladwein gewonnen werden. Die Rahmengestaltung ist weitgehend abgeschlossen. Nach und nach entstehen Kunstwerke und verwandeln den Kasernenhof in einen Kulturpark.

Die Große Halle bietet Raum für Veranstaltungen aller Art. Noch sind einige technische Einrichtungen erforderlich. Sobald diese Einbauten fertig gestellt sind, können auch wieder Konzerte für bis zu 1000 Gäste veranstaltet werden.

Die künftige Galerie steht für Vernissagen ebenso zur Verfügung wie für andere Veranstaltungen wie Lesungen, Feiern usw.

Kunstverein und Zoom runden mit ihren jeweiligen Veranstaltungsorten die Angebotspalette im Z-Bau ab.

Quelle: Z-Bau Inside

Links:

http://www.z-bau.info/img/rundgang/halle.jpg