Rülps

aus sub-bavaria, dem Internet-Lexikon der bayerischen Subkulturen
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Selbstverwaltetes Jugendzentrum in Kirchheim, das im August 2005 nach zehn Jahren schliessen musste. Grund für die Schließung waren gewalttätige Auseinandersetzungen einiger Gäste und Ärger mit den Anwohnern. Neueröffnung ist am 21.01.2006 mit einem Deutsch-Polit-Punk Konzert.

Ähnliches wie die oben genannten Ereignisse führten auch zu der Schließung des Neokellers.

Statement zur Schließung:

ENDLICH GESCHAFFT

Es muss schon wirklich scheiße sein, dass es solche Arschlöcher wie uns gibt, die versuchen in diese langweilige Stadt etwas Leben zu bringen und sich dafür den Arsch aufreißen. Da wir ja jeden gezwungen haben zu unseren Veranstaltungen zu kommen, war dann die Frustration unter den Besuchern so groß, dass sich die Leute gegenseitig die Schädel mit Bierflaschen einschlugen. Dies hatte z. T. solchen Ausmaß, dass man sich schon überlegen musste nebenan ein Lazarett einzurichten um den Sanitätern den Weg zum Krankenhaus und sofort wieder zurück zum Rülps zu ersparen.

Scheinbar hatten die Veranstalter von alldem nichts mitbekommen oder warum finden trotzdem noch Konzerte statt? Aber der kluge Punker hat da schon den nächsten Plan gefasst. Wie wäre es wenn wir nebenan im Restaurant die Klos verwüsten und gegenüber den Zaun einreißen? Vielleicht sorgen ja die Besitzer dafür, dass das Rülps endlich schließt, wenn uns schon keiner bei unseren gegenseitigen Mordversuchen beachtet! Nachdem auch dies nichts geholfen hat entschließt man sich dann doch völlig verzweifelt heimzugehen und lässt da natürlich seinem Frust freien Lauf, was im Weg stehende Autospiegel zu spüren bekommen. Manch einer hat sogar soweit gedacht, dass es vielleicht etwas bringen könnte Farbeimer mit ins Rülps zu bringen und diese dann auf dem Heimweg 100 Meter neben dem Rülps auf vorbeifahrende Autos zu schmeißen.

Naja, die Aktionen haben dazu geführt, dass ein Konzert ausgefallen ist. Wenigstens etwas, hat man sich doch so viel Mühe gegeben.

Aber dann bekommt man doch tatsächlich schon wieder so eine verbindliche Einladung zum nächsten Konzert am 12.11., wo man schon wieder keine Ausrede parat hat nicht kommen zu müssen. Diesmal muss dann natürlich größeres geplant werden um nicht noch mal so in Verlegenheit zu geraten und schon wieder seinen Fersehabend platzen lassen muss. Der Revoluzer denkt und denkt…Farbe schien ganz gut angekommen zu sein…vielleicht sind 100 Meter vom Rülps doch zu weit entfernt um es damit in Verbindung zu bringen… Da kommt plötzlich die zündende Idee. Schnell ein paar Bier getrunken, sind ja selber schuld wenn sie es so billig verkaufen und man sich dann nicht mehr unter Kontrolle hat, und schon geht’s ab zu den Garagen gegenüber und der Name einer Band, die an dem Abend spielt, wird dort meisterhaft über 2 Garagen mit Holzfassade gesprüht. Aktion Rülpsschließung erfolgreich abgeschlossen!!!

Hört sich vielleicht alles ganz lustig an, aber lachen können wir schon lange nicht mehr über das Verhalten von manchen Leuten. Vielleicht sollten diejenigen selber mal was auf die Beine stellen und ihr verficktes Konsumverhalten, wie es hier in München ein immer größeres Ausmaß annimmt, mal einstellen. Nettgemeinte Solis für das Rülps lehnen wir dankbar ab, da der Druck der Anwohner auf eine Schließung des Rülps verständlicherweise enorm groß geworden ist und wir so auch keinen Bock mehr haben auch nur einen Finger zu rühren.

Thomas

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