Muhackl oder Blutwurst

aus sub-bavaria, dem Internet-Lexikon der bayerischen Subkulturen
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Das "Muhackl", wie es in der Folgezeit genannt wurde, war ein temporäres Galerieprojekt der beiden Künstler Georg Heber und Peter Mangold. Es befand sich zentral am Augsburger Perlachberg in einem ehemaligen Sportbekleidungsgeschäft, wurde am 23. Oktober 2009 eröffnet und schloss gut 2 Monate später, in den frühen Morgenstunden des 1. Januar 2010, planmäßig für immer seine Türen.

Mit dem "Muhackl oder Blutwurst" führten Heber und Mangold ihr zuvor bereits im Rahmen des Projekts "Der Orange Raum" erprobtes Konzept einer temporären Anmietung leer stehender Ladengeschäfte und ihre Umwidmung zu Kunsthandel, Veranstaltungsort und offenem Treff fort, - ein Konzept, das in dem Augsburger Nachfolgeprojekt Jean Stein aber auch in dem Münchner Pendant Puerto Giesing Epigonen findet.

Zwischen Hunderten von Grafiken, Collagen und Gemälden regionaler und auswärtiger Künstler und einem eigenwilligen Ambiente aus Sperrmüllmöbeln, -lampen und alten Schreibmaschinen fanden auf 2 Ebenen fast täglich bis tief in die Nacht Lesungen, Diskussionen, Kochaktionen, DJ-Sets und Liederabende statt.

Seinen Sonderstatus innerhalb der Augsburger Kunstszene genießt das Projekt bis heute wegen seiner subversiven Art der Kunstpräsentation, die eine für Augsburg ungewöhnliche Gratwanderung zwischen Illegalität und offiziellem Kunstbetrieb darstellte.

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