Marionetz

aus sub-bavaria, dem Internet-Lexikon der bayerischen Subkulturen
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Punkband mit Sigi Pop, Michael Sailer u.a. 1978 gegründet als The Marionettes, in wechselnder Besetzung bis 1990 bestehend.

Alfred Hilsberg befand im Mai 1981 über die erste Single "Wir sind die Marionetz":

"Die ersten bajuwarischen Produkte härterer Gangart. 'Wir sind die Marionetz' singen diese und hauen weiter rein im frühen Clash-Stil mit dem schaurig-obskuren Titel 'GasGasGas'. Der Rest geht eh inner Pogo-Orgie unter."

Eineinhalb Jahre später (Dezember 1982) kam Sounds zu folgendem Urteil über die Band:

"Bei einer Betrachtung der Szene kommt man an den Marionetz nicht vorbei, obwohl sie sich nicht mehr als Punks bezeichnen und ihre Musik als "kompromißlosen Power Pop" einordnen. Ihre No-Fun-LP findet aber in Hardcorekreisen guten Absatz und ihre Auftritte werden von Fanzineschreibern bejubelt. Marionetz im Rundfunk und im Fernsehen zeigt, daß die Gruppe mediengerecht ist. Ihre Fußballhymne "Heya TSV" wurde sogar im Olympiastadion gespielt."

Discographie

  • Wir sind die Marionetz/Gas Gas Gas!/Trunkenbold. EP. Lächerlich (1980) * Dirty Faces 96 (1998, mit Beiblatt und

in buntem Vinyl)

  • Jetzt knallts. LP mit Beiblatt und Poster. No Fun 12 (1981, 2 Auflagen in weißem und blauen Cover) / CD. Snake 46 (1994) / LP. Schlecht & Schwindlig (1998) / CD. Schlecht & Schwindlig (2004)
  • 'Vierzehn. LP mit Innenhülle/MC. WEA (1984) * CD. Selbstverlag (2001)
  • Im Weltraum [Tick Tack/Vierzehn(Punky Version)/So jung, so stolz und arbeitslos/Komm, wir fahrn’ zum Baden]. EP mit Beiblatt. Incognito 046 (1993, Aufl. 333)
  • Dampfbad. Live. CD. Incognito 079 (1996)
  • Greatest Hits. CDR. I Hate Music (2001)
  • The Archives I (Studio) . CDR. I Hate Music
  • The Archives II (Studio) . CDR. I Hate Music
  • Die größten Mißerfolge (Mit Donner und Gejaule) (1994)

" Die definitiv beste Poppunkgruppe im Umfeld der NDW, verbandelt mit der kompletten Münchner Punkszene und in zahlreichen anderen Gruppen (The Comics, Tony Titt and the Torpedos) aktiv mit Betonung auf Pop und Stefan Zauner (Münchener Freiheit) als Hausproduzent seit der ersten EP. Vielleicht klingt deswegen die zweite (bzw. dritte, die zweite, für Herbst ’82 angekündigte LP „Im Weltraum“ blieb seinerzeit unveröffentlicht und wurde später in variierenden Zusammenstellungen oder als Bonusmaterial nachgereicht) wie ein Erfolgswunsch-Kompromiss zwischen dem unschuldigen, stürmischen Powerpop und Münchener Freiheit inkl. Münchener Freiheit-Frisuren und dem Hit „Fremder Stern“, der trotz anfänglichem Airplay nicht chartete.

aus: "Als die Welt noch unterging. Von Punk zu NDW". Ventil Verlag. Mainz 2007 von Frank Apunkt Schneider - Bestellen/Kontakt zum Autoren

Links

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