Lothringer13

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Die Lothringer13 ist eine Kultureinrichtung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München. Sie wurde 1980 in der Lothringer Straße 13 unter dem damaligen Namen „Künstlerwerkstatt“ gegründet. Jetzt ist sie Ort dreier Münchner Kunsträume (seit Oktober 2000):

  • Städtische Kunsthalle (Ausstellungshalle)
  • spiegel (Screen/Videothek)
  • laden (Aktionsraum)

Aktuelles

  • 21.02.2008 - Donnerstag

Yoshua Okón: subtitle
Eröffnung: 15.11.2007, 19:30 Uhr
Ausstellungsdauer: 22.02. – 27.04.2008

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Städtische Kunsthalle München

Die Lothringer13, Städtische Kunsthalle München, ist eine Kultureinrichtung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München. Sie verfolgt das Konzept, jungen KünstlerInnen ein Produktions- und Präsentationsumfeld bieten, um ihre Positionen im nationalen und internationalen Kunstbetrieb zu etablieren, sowie mit der Münchner Kunstszene und ihren zahlreichen Institutionen für zeitgenössische Kunst in Diskurs zu treten. Als Teil eines künstlerischen Netzwerks möchte die Lothringer13 die Produktionsbedingungen und Interessensgebiete junger KünstlerInnen durch Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen widerspiegeln und diese verbessern möchte.

Die Lothringer13 ist 100% Non-Profit und der Eintritt für alle Veranstaltungen ist frei. Die Finanzierung erfolgt durch Zuschüsse der Landeshauptstadt München sowie durch projektgebundene Mittel und Spenden.

Zur Zeit wird die Städtische Kunsthalle München kuratiert von Uli Aigner. Heute besteht die Lothringer13 aus einer großen Haupthalle, welche rund 800 Quadratmeter an Ausstellungsfläche plus zusätzliche ca.80 Quadratmeter in ihrem Keller, sowie 2 Räume im ersten Stock beinhaltet. Die großzügigen Räume und drei bis vier Meter hohen Decken, das Oberlicht und die offene Architektur machen sie zum idealen Ort für die Entwicklung und Präsentation von experimenteller zeitgenössischer Kunst.

Spiegel

Ein weiterer Teil des Hauptgebäudes der Lothringer13 beinhaltet ein Video- und Kunst-Archiv mit dem Namen Spiegel, das 1997 in den Ostflügel der Ausstellungshalle eingebaut wurde und welches zum einen Künstlervideos von 1960 bis heute beherbergt, zum anderen die Förderpreisträger der Stadt München archiviert. Temporär zeigt der Spiegel Präsentationen der archivierten Künstlerinnen und Künstler und lädt zu Abendveranstaltungen mit dem Themenschwerpunkt "Neue Medien". Das Medienarchiv wird organisiert von Mattias von Tesmar. Weitere Informationen über das Programm und die Veranstaltungen finden Sie unter www.lothringer13.de/spiegel/.

Laden

Zur Straßenseite hin gelegen befindet sich der Laden, eine Galerie, die seit der Umstrukturierung im Jahr 2000 als Raum für mediale Experimente genutzt wird. Das aktuelle Team (Alexis Dworsky, Annette Schemmel, Maria Schindelegger, Heidi Mühlschlegel und Yvonne Leinfelder) organisiert den Laden als eine Plattform für junge Kunst, interdisziplinäre Kunstprojekte und mediale Experimente. In etwa 4 Ausstellungen und 30 Veranstaltungen pro Jahr vernetzt der Raum mit seinem Programm Menschen, Szenen und Ideen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Zu den Ausstellungen wird ein Programm aus Aktionen, Vorträgen und Exkursionen entwickelt, das dem Publikum die Gelegenheit für unerwartete Begegnungen gibt. Weitere Informationen können unter www.lothringer13.de/laden/ gefunden werden.

Zur Geschichte der Institution Lothringer13

Als seltenes Beispiel für industrielle Architektur in München wurde die Lothringer13 1980 in einer früheren Maschinenfabrik in der Lothringer Strasse 13 unter dem Namen „Künstlerwerkstatt“ gegründet. Während der letzten 24 Jahre hat dieser Ort eine entscheidende Rolle in München als Zentrum für junge zeitgenössische Kunst aller Gattungen gespielt. Ursprünglich als Zentrum für künstlerische Produktion gedacht, entwickelte sich die Künstlerwerkstatt schnell in eine wichtiges Forum für Aufnahme/ Austausch und Diskussion. Bis zum heutigen Datum war der Ort Schauplatz für mehr als 200 Ausstellungen (z.B.: Rundschau Deutschland, 1981) von über 1000 Künstlern, von denen viele auch in Fachkreisen internationale Anerkennung errungen haben, (darunter Louise Lawler, Fischli/Weiss, Albert Oehlen, Erwin Wurm, Per Kirkeby, Gregor Schneider, Manfred Pernice, Lara Schnitger, Fritz Fortuna und Lucy Orta).

Von 1980–1998 wurden Ausstellungen von zeitgenössischer Kunst in allen Gattungen von Künstlern, Gast-Kuratoren und Mitgliedern des Kulturreferats der Landeshauptstadt München organisiert. 1998 beschloss die Landeshauptstadt München ein Programmkonzept mit wechselnden, unabhängigen Kuratoren, die Ausstellungen in der Städtischen Kunsthalle für einen Zeitrahmen von jeweils zwei Jahren entwickeln sollten. Mit jedem neuen Kurator oder Kuratoren-Team haben das Programm und der Name des Ortes unterschiedliche Richtungen eingeschlagen.

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