Lass Loss

aus sub-bavaria, dem Internet-Lexikon der bayerischen Subkulturen
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Münchner Free Jazz / Free Funk Gruppe um Frank Sauer (Tenorsaxophon), Tillmann Höpfl (Altsaxophon), Michael Dames (Bass) und Wolfgang Glum (Schlagzeug). 1982 erschien ein im Loft aufgenommener Live-Mitschnitt auf einer Split-LP mit Huba Huba Hopp auf dem die Titel That Time, Free Funk, Swing Swing und Free Swing zu hören sind. Anders als Huba Huba Hopp orientierten sich Lass Loss eher am klassischen Free Jazz und an den Lounge Lizards als an den Contortions und an Otto Kentrol.

Richard L. Wagner und Ian Moorse urteilten damals in Sounds:

"Ihre Free Swing- und Jazz-Improvisationen sind die ideale Musik zur Leidenspose der Sartres. Sie lehnen in der Ecke, werfen graue Schatten auf die neue, wilde Malerei, die jetzt auch schon München erreicht hat, und wissen wieder dass dieses Leben sie nicht verwöhnt".

Quellen:

  • Wagner, Richard L. und Ian Moorse: Die Wahrheit über München. In: Sounds 08/1982, S. 23.

Discographie

  • s/t. Split-LP mit Huba Huba Hopp mit Innenhülle. Der Kern Verlag (1982)

"Verlegt beim Münchner Der Kern Verlag, wo auch Berg Lauchstädts Roman „Der Stürmer“ hätte erscheinen sollen. Zwei Bandprojekte, die sich in einem gewissen Frank Sauer überkreuzen, der ebenfalls dort publiziert hat, und zwar „Der Robert. Eine Diarrhöe verschiedenen Ursprungs. Priv. Nachschlagewerk für den destr. Realismus“. Lass Loss: No-Wave-Avancen auf Basis von z.T. wie Geigen klingendem Blech; Huba Huba Hopp: erfrischend traditioneller Fake-Cool-Jazz als Taschenbuchausgabe von Palais Schaumburg. Oft in ihrer Vorhersehbarkeit sehr lustige Free-Jazz-Improvisations-Pantomimen." (aus: "Als die Welt noch unterging. Von Punk zu NDW". Ventil Verlag. Mainz 2007 von Frank Apunkt Schneider - Bestellen/Kontakt zum Autoren)