Kuriositäten Puff

aus sub-bavaria, dem Internet-Lexikon der bayerischen Subkulturen
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Vom Münchner Merkur als die „Punk-Hoffnung“ tituliert, von André Heydel als Band die für „Stirnrunzeln sorgte“ denunziert. Angetrieben von dilettantischen Gitarrenriffs, melodischen Bass-Linien, gnadenlosem Schlagzeugspiel und dem engelsgleichen Gesang des Exil-Niederbayerns Alois Moosmüller, spielen sich kuriositäten puff seit 2010 in die Herzen aller volksmusikmüden Großmütter und frustrierten Hausfrauen. Sie füllen damit das kulturelle Vakuum, welches die großen Pinklers und die kurzlebigen No Logo(JUZ Isen Sampler) in Isen hinterlassen haben. Somit sind sie wohl die lauteste, betrunkenste, schnellste, sozialkritischste und einzigste Punkrockband der Isner Bandlandschaft.

Drastischer Einschnitt am 20.September 2011. Die Band verspielt durch einen Nacktgastauftritt im Musical "Vita Semper" (geschrieben von Susanne Fehmer, Bonifax Prexel und Albert Zimmerer) seinen größten Fürsprecher, den Münchner Merkur. Mit gleich zwei Artikeln von Anton Renner und Anne Huber ("Nackerte auf Dorfbühne" sowie "Nackerte und die Unsterblichkeit") inklusive einem Kommentar durch Anne Huber ("Überflüssig und unbeholfen") wird die zur Schaustellung der blanken Leiber im Münchner Merkur gegeißelt, ohne auf musikalische oder textliche (Songzeile: "Wenn kann das schon provozieren") Aussagen einzugehen.

Ebenfalls fand der Kurzauftritt seinen Weg in die Münchener Regenbogenpresse namentlich "tz" ("Nackte Tatsachen auf der Bühne: Da ist das ganze Dorf in Aufruhr"). Alle Artikel sind unter Kritiken zitiert.

Mitglieder

  • Alois Moosmüller - Gesang/Melodika/Katapult
  • Matthias Nirschl - Bass
  • Andi Nirschl - Gitarre
  • Tobi Röder - Schlagzeug

Kritiken

André Heydel auf www.tsv-isen.de zur 1. Isner Ballnacht:

... Für eine Verschnaufpause sorgten dann auf einer kleinen Bühne verschiedene Bands und DJ’s die die Jugendlichen dann mit lauter Musik einheizten. Leider sorgte auch eine Band für Stirnrunzeln bei den Veranstaltern, denn sie hatten heimlich alkoholhaltiges Bier mitgebracht und konsumiert. Trotz einiger einkassierter Flaschen war die Band dann so alkoholisiert, daß diese die Noten nicht mehr trafen und auch nur noch unverständlich ins Mikro brüllten. Dies wurde erfreulicherweise von den Teilnehmern sofort bestraft und mit Missachtung der Band bezahlt. Diese Band (Kuriositäten Puff) hat sich somit ins eigene Fleisch geschnitten und wird sicherlich keine Aufträge mehr weder von der Gemeinde noch vom TSV Isen bekommen. So etwas wird eben nicht toleriert. Im Großen und Ganzen sind aber die Veranstalter hoch zufrieden über diesen gelungenen Abend. Schätzungsweise waren bis zu 80 Jugendliche anwesend und laut Feedback ebenfalls sehr zufrieden. Daher wird es sicherlich nächstes Jahr eine Wiederholung dieser Ballnacht mit neuen Highlights geben. ...



Anton Renner in "Bayern & Region" des "Erdinger Anzeigers" am 20. September 2011

Viel Aufregung um nackte Tatsachen

Isen – Dass sich nackte Schauspieler auf Bühnen in Großstädten wie Berlin und München tummeln, ist nichts Ungewöhnliches mehr. Nackerte auf einer Laienbühne auf dem Land hingegen schon. In Isen sorgt derzeit das Rockmusical „Vita Semper“ mit nackten Tatsachen für Aufsehen.

Das Musical von Susanne Fehmer und Albert Zimmerer, auf die Bühne vom Theaterverein Isen gebracht, dreht sich um den alten Menschheitstraum der ewigen Jugend. Gezeigt wird die Kehrseite des Jugendwahns: Langeweile, Ereignislosigkeit und Verfall von Moral. Letzteres wird von der Punkband „Kuriositätenpuff“ dargestellt: sie rocken nackt auf der Bühne. Wer deswegen aber einen Sturm der Entrüstung erwartet, wurde bislang enttäuscht. Der Großteil der Zuschauer gröhlte angesichts der nackten Tatsachen. Nur einige Zuschauer zeigten sich nach der Vorführung „über die bedenkenlose Zurschaustellung männlicher Geschlechtsorgane“ empört. Vor allem deshalb, weil im Publikum auch Kinder saßen. Die Frage, ob die Nackerten in dem Musical dramaturgisch notwendig waren, beantworten die Theatermacher mit Ja. Sie wollten zeigen, wie die Moral der Unsterblichen den Bach hinuntergeht, erklärt dazu Albert Zimmerer. Emotionslos sieht die Isener Kulturreferentin Eva Pfennig die Nackerten: „Es war unnötig, aber die Punkband wollte wohl provozieren. Die Szene war aber nicht obszön, ich habe das daher auch nicht als Skandal empfunden.“ Auch Bürgermeister Siegfried Fischer sieht keinen Grund, „sich großartig zu empören“. Zwar ist auch der Gemeindechef der Meinung, dass sich die Theatermacher die „Nacktszenen hätten sparen können“, aber das falle wohl in die „künstlerische Freiheit“. Pfarrer Josef Kriechbaumer hat das Stück selbst nicht gesehen. Er findet Nackerte auf einer Laienbühne „nicht unbedingt das Ideale“, will sonst aber zu dem „Schmarrn“ nichts sagen. In Isen scheint man aus der Vergangenheit klug geworden zu sein. Vor Jahren sorgte die Künstlerin Dorothea Seror, die heute in München lebt, für einen handfesten Skandal. Sie malte damals die Isener Wappenfigur „Eirine“, eine Meerjungfrau, nackt. Ein Sturm der Entrüstung brach über die Künstlerin herein. In der Folge gab es einen langen Streit über künstlerische Freiheit, Anstand, Sitte und Moral. Aber die, das zeigt das Rockmusical „Vita Semper“, ist ja den Bach hinuntergegangen... (Anton Renner)



Anton Renner in "München und Region" der "tz" am 20. September 2011

Nackte Tatsachen auf der Bühne: Da ist das ganze Dorf im Aufruhr

Gleicher Informationsgehalt wie Artikel "Viel Aufregung um nackte Tatsachen"....auf abtippen wird verzichtet...




Kommentar von Anne Huber in "Dorfen & östlicher Landkreis" des "Erdinger Anzeigers" am 20. September 2011

Überflüssig und unbeholfen

Ob Gag, Effekthascherei, Ironie oder Provokation: Die Musiker der Punkband "Kuriositätenpuff" sind mit ihren Nacktauftritt beim Publikum nicht nur gut angekommen. Hätten isch doch Kinder im Publikum, so einige Zuschauer, über die nackten jungen Männer erschrocken.

Allerdings hat niemand aus Protest den Klementsaal verlassen, die Nackedeis sorgten lediglich für Heiterkeit. Die Frage, ob der Auftritt dramaturgisch notwendig war, beantworten die Theatermacher mit Ja. Sie wollten zeigen, wie die Moral der Unsterblichen den Bach hinuntergeht, erklärt Albert Zimmerer. Auch wenn das enfant terrible des Isener Kulturlebens möglicherweise im Hinterkopf hatte, sein Publikum zu provozieren, wirklich schockierend waren die Nackten nicht. Eher überflüssig und - dramaturgisch gesehen - unbeholfen. (von Anne Huber)

Veröffentlichungen

Der Bassist Matthias Nirschl besitzt einen 1:45 Minuten langen Mitschnitt eines Auftrittes auf seinem Mp3-Player.

Hört sich an wie: ich kriegs nicht gebacken......wer hilft mir, wo kann ich mp3´s hochladen welche in dem player hier funktionieren????

hier der download: http://speedshare.org/download.php?id=7FED6EFB11


hier der Link zu den Druckversionen der drei Zeitungsartikel vom 20.September 2011:



Wer nicht anwesend war hat hier die Möglichkeit zumindest in nachträglicher Form dem Abschiedskonzert beim Griechen in Isen beizuwohnen.

http://www.youtube.com/watch?v=5ULhaZwCa5M

Links


Wer nicht anwesend war hat hier die Möglichkeit zumindest in nachträglicher Form dem Abschiedskonzert beim Griechen in Isen beizuwohnen.

http://www.youtube.com/watch?v=5ULhaZwCa5M

Bilder

Alois...

http://nirschlbraeu.files.wordpress.com/2012/04/sub-bavaria2.jpg


...und die Rosenkavaliere

http://nirschlbraeu.files.wordpress.com/2012/04/sub-bavaria11.jpg