Club Stiege

aus sub-bavaria, dem Internet-Lexikon der bayerischen Subkulturen
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Auf Vereinsbasis wurde der bis heute in Trostberg existierende Club Stiege (D' Schtiagn) im Mai 1976 gegründet. Der Club befindet sich in den Gewölben des historischen "Gasthaus zur Stiege", daher der Name.

Die Stiege wurde - lange bevor es in der Provinz Jugendzentren gab - schnell ein wichtiges Forum für politische Initiativen, Musik, Kleinkunst und Theater. Münchner "Kleinkünstler" wie Valtorta, Michael Mittermeier, Grünwald, Faltsch Wagoni, Gabi Lodermeier, Francesca De Martin traten hier auf. Eisi Gulp absolvierte seinen allerersten Auftritt in der Stiege.

1978 brachten die "Stiegen"-Leute Gruppen wie Golden Earring, Django Edwards, Embryo und Zauberberg in die Provinz. Die Auftritte lokaler und regionaler Bands sind ungezählt.

Legendär war die aufwendige Wandbemalung mit Motiven aus dem Yellow-Submarine-Film, die vor einigen Jahren überpinselt wurde. Zum Club gehören eine rauchfreie Teestube mit abgegriffenem Lesestoff in den Regalen, ein Kicker, zwei Flipper, ein Raum mit Tanzfläche und DJ-Pult bzw. Bühne und ein Kneipenraum mit einem geschundenen Billiard-Tisch. Der Billiard-Tisch hat es noch nicht in die Euro-Zone geschafft: wer spielen will, wechselt zuerst an der Theke seine Euro in Eine-Mark-Münzen.

Im Club Stiege fing 1983 die Karriere von DJ Hell an.

Mit Club-Abenden für alle "alternativen" Geschmäcker bleibt der Club generationenübergreifend interessant.

Jedes Jahr organisiert die Stiege das "90,2 k" Rock-Festival mit vornehmlich bayrischen Bands wie bisher Volxverätzung, Goetz, Jeffrey oder Cock and Ball Torture.

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