Claus Jahnel

aus sub-bavaria, dem Internet-Lexikon der bayerischen Subkulturen
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a.k.a. Mad. In den 1980er Jahren beim Landshuter Wochenblatt als wandelnde Herausforderung der örtlichen Blues- und Rockburgeoisie tätig. Damals außerdem laut Alumail "Landshuts beliebtester Partyveranstalter".

In seiner 2-Zimmer Wohnung in der Niedermayerstraße gab es entmenschte Sexualorgien von Punk-Veteranen, Schimmelinstallationen im Kühlschrank und spontane Bandgründungen. Die Partyserie endete in einer Art "Wiener-Aktionismus"-Revival, als ein Landshuter New Wave-Musiker im Morgengrauen auf dem verschlossenen Klo in Ohnmacht gefallen war, nachdem ihn die schöne Circus-Bardame Ute, bereits vorher von einem Epheser-Mitglied durch unentwegtes Liebeswerben zur Weißglut getrieben, für einen unbefugten, dafür aber umso beherzter von hinten ausgeführten Griff an den Busen mit einem elegant ausgeführten Ellbogenstoß gegen den Solarplexus ins Reich des Leidens befördert hatte. Das so blockierte Klo zwang den ziviliserten Zeil der Gäste in den Garten, nur ein vom Konsum geschätzter anderthalb Kästen Edelstoff paralysierter Punker aus Berlin verrichtete sein Geschäft vor der Kellertür. Der Anblick dieser Hinterlassenschaft stellte den Ausrichter des Fests vor die Alternative, demnächst Security, Türsteher und Dixie-Häuschen aufzubieten, oder aber die Serie auf ihrem Höhepunkt zu beenden. Er entschied sich für Letzteres, was die meist von Markus Beister angeführte Circus/Bauhaus-After Hour-Horde nicht davon abhielt, ihn noch einige Male versuchshalber aus dem Bett zu klingeln, um trotz Dunkelheit und Schlafanzug nachzufragen, ob denn heute noch ein Fest wäre.

Später enthüllte er unter anderem via Telepolis die Gesinnungslumperei von Metallica, forschte für Rock Hard über die Misfits und gründete 2002 das Phantastik-Webzine Wild Kingdom, das er nach vier sehr produktiven Jahren in die Hände eines Mitarbeiters übergab, um sich verstärkt der bezahlten Schreiberei zu widmen. Das WK überlebte den Wechsel der Redaktion nur einige Monate.

Außerdem war er von 2006 bis 2009 regelmäßig als Barmann, Cafétier und Schankwirt tätig, zunächst in der Piccolo-Bar, dann im Kingdom und schlußendlich in der historischen Szenekneipe Schwarzer Hahn.

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